Spezielle Angebote

Wir sind stolz auf unsere Stube! Dieses Projekt hatte zum Ziel, einen Ort zu schaffen, der den BewohnerInnen, abgestimmt auf ihre Lebensbiografie, die Möglichkeit bietet, ihren Tagesablauf wie früher zu gestalten. Jeder Mensch will gebraucht werden, will etwas Sinnvolles tun. Unter vielen anderen Aktivitäten backen, kochen, nähen, stopfen, plaudern und singen wir gemeinsam.

Was uns wichtig ist

Beziehungsgestaltung

Wir bieten eine Beziehung an, in der wir als eigene Persönlichkeiten versuchen, die Grundhaltung von Nancy Roper, in Anlehnung an Monika Krohwinkel und Validation nach Naomi Feil zu verwirklichen. Die vielfältigen Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung richten sich nach den Bedürfnissen unserer BewohnerInnen, sind aber von unseren persönlichen Voraussetzungen beeinflusst und auch davon getragen. Im Mittelpunkt stehen Lebenserfahrung und Fähigkeiten der zu Betreuenden.

 

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Interprofessionelle Betreuung und

Beschäftigung in den Wohnbereichen und in der Stube

Besondere Bedürfnisse und auftretende Verhaltensauffälligkeiten von demenzerkrankten Menschen stellen eine Herausforderung für das Pflege- und Betreuungspersonal dar. An Demenz erkrankte Menschen brauchen mehr Unterstützung als nur die herkömmliche Pflege. Es bedarf einer sinnvollen Gestaltung des Alltags.

Um den BewohnerInnen mit Demenz eine kontinuierliche Begleitung anbieten zu können wurde ein umsetzbares Konzept zur Betreuung und Beschäftigung von an Demenz erkrankten Menschen erarbeitet und in den Wohnbereichen sowie in der "Stube" angeboten.

Die Betreuung, Beschäftigung und Begleitung ist abgestimmt auf die Lebensbiographie des Menschen. Die Betreuung und Beschäftigung richtet sich nach dem aktuellen Befinden und dem Stadium der Demenz.

Es gilt vor allem, die vorhandenen Ressourcen wahrzunehmen und mit einzubeziehen. Dabei soll jegliche Überforderung des Betroffenen vermieden werden. So steht nicht die reaktivierende Förderung, sondern die einfühlsame und schützende Begleitung, die mehr Lebensqualität ermöglicht, im Vordergrund unserer Bemühungen.

Freude am Tun statt Perfektion
Das gemeinsame Tun, Spaß und Freude sowie Kreativität stehen im Vordergrund, nicht Leistung, gute Ergebnisse und das genaue Befolgen von Regeln. Leistungsdruck führt nur zu Enttäuschung und Hilflosigkeit. Besser ist es, sich über alles zu freuen, was noch möglich ist.

Eigenständigkeit erhalten - so weit und so lange es möglich ist
Tätigkeiten, die eigenständig durchgeführt werden können, sollten immer wieder angeregt werden, damit sie nicht zu früh verloren gehen.

Mobil sein - in Bewegung bleiben
Aktiv bleiben bis ins hohe Alter ist ein Wunsch vieler Menschen. Bewegung regt das Gehirn an, entspannt, verursacht Glücksgefühle, vermindert Angst und Aggression. Für Menschen mit Demenz ist regelmäßige Bewegung wichtig, um Kraft und Beweglichkeit zu erhalten. Vor allem aber fördert regelmäßige Bewegung das Wohlbefinden und das Denken.

An die Lebensgeschichte anknüpfen
Die Biographiearbeit, unter Einbeziehung der Angehörigen, stellt einen Schlüssel in der Kontaktaufnahme dar, sowohl für den Bewohner/die Bewohnerin als auch für die anderen Beteiligten. Befindlichkeiten, Erlebnisse und Gewohnheiten werden vermittelt und bei der Betreuung und Beschäftigung kann entsprechend darauf Rücksicht genommen werden.

Besser geht es mit Humor
Lachen kann Ängste und Traurigkeit vertreiben und stärkt, wie die Forschung herausgefunden hat, das Immunsystem. Lachen steckt an, schafft Gemeinsamkeit, entspannt die Situation. Oft entsteht es spontan im Alltag, ebenso kann es durch Geschichten angeregt werden.

Beschäftigungsmöglichkeiten
Bewegung, Smovey, Musik, alltagsnahe / lebenspraktische Tätigkeiten, Erinnerungspflege, Spiele, Sinneserfahrungen, Berührungen, Vorlesen, Erzählen, mit Sprache, Gedächtnistraining, Schrift, mit Erlebtem umgehen, künstlerisch-kreative Aktivitäten, Bastelangebote, Gartenarbeiten, ...

Unser Bestreben für einen Menschen mit dementieller Erkrankung...

  • erfährt Akzeptanz seiner Person und seines Verhaltens
  • fühlt sich in seiner Person angenommen, fühlt, dass er "sein darf, wie er ist"
  • hat positive Erlebnisse und ein gutes Selbstwertgefühl
  • Tagesstruktur, Normalität, Abwechslung, Energien lenken
  • Sicherheit, Geborgenheit, Wohlbefinden, erlebt sich als Teil der Gemeinschaft
  • Erfolge ermöglichen: "Ich kann noch etwas!"
  • soziale Erfahrungen: "Ich gehöre dazu!"
  • Selbstwert vermitteln: "Ich bin noch jemand!"
  • vorhandene Fähigkeiten möglichst lange erhalten
  • Freiräume für Kreativität, Phantasie und Humor

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Palliative Begleitung

Die Einbindung der Palliativbetreuung/Palliativpflege ist ein fixer Bestandteil unseres Pflegekonzeptes und beinhaltet alle Menschen, die an einer schweren und unheilbaren Krankheit leiden oder hochbetagt sind. Uns ist wichtig, dass die Auseinandersetzung möglichst früh beginnt um eine gute Betreuung und Pflege planen zu können. Palliativbetreuung beginnt deshalb bei uns ab dem Heimeintritt und geht in der letzten Phase Hand in Hand in die Palliativpflege über. Dadurch ist eine Verbesserung der Lebensqualität bei unheilbaren, lebensbedrohlichen oder terminalen Erkrankungen gewährleistet.

Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der

  • Vorbeugung und Linderung von Leiden durch frühzeitiges Erkennen
  • Einschätzung und Behandlung von Schmerzen, sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art
  • Begleitung der Angehörigen

Unser interdisziplinärer Arbeitskreis "Palliativ Care" setzt sich laufend mit dem Thema auseinander, evaluiert regelmäßig die bestehenden Abläufe und steht allen MitarbeiterInnen als Ansprechpartner zur Verfügung. Dadurch ist eine bedürfnisorientierte Betreuung und Pflege, die das individuelle Wohlbefinden steigert und Sicherheit und Geborgenheit in allen Stadien der letzten Lebensphase vermitteln soll, gewährleistet.

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Basale Stimulation

Basale Stimulation ist ein körperorientiertes Konzept. Durch intensive, jedoch sorgfältige entwicklunspsychologische und biographisch ausgewählte sensorische Anregung - Interaktion zwischen Pflegenden und BewohnerInnen kann die Körperwahrnehmung wieder aktiviert werden. "Basale Stimulation in der Pflege", nimmt Beziehung zum Menschen über somatische, vestibuläre und vibratorische Anregung auf, hinzu können dann orale - auditive - taktil/haptische - olfaktorische und visuelle Angebote kommen, die dem Menschen helfen, ein elementares Körperselbstbild, eine elementare Raum - Zeit - Orientierung aufzubauen und Beziehung zu seiner Umwelt aufzunehmen.

Basale Stimulation sieht sich als Kommunikationsmöglichkeit, in welcher Bewegung und Wahrnehmung eine sehr zentrale Rolle spielen, wobei zunächst unerheblich ist, welche Art und Intensität der Wahrnehmungen nicht mehr voll funktionstüchtig sind. Basale Stimulation ist ein grundlegendes, bedeutsames Sinnesangebot an dem anderen. Grundlage dazu ist die Fähigkeit der Betreuenden und der Betreuten sich auf eine gemeinsame Beziehung einzulassen.

Dieses in Beziehung treten unter Anwendung von Reizen und Stimulierungen, kann das Wohlbefinden des dementen Menschen positiv beeinflussen.

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Kinästhetik

Die Grundlagen dieses Handlungskonzeptes beruhen darauf, Verhaltens- und Bewegungsmuster zu lernen, welche die Gesundheit unterstützen. Dies Ideen gelten sowohl für die Pflegenden wie auch für den betreuten Menschen.

Der Kern dieses Konzeptes ist die Analyse, Beschreibung und Förderung der Bewegungsfähigkeit, die das Gemeinsame und die notwendige Voraussetzung aller menschlichen Aktivitäten sind. Das wichtigste Lernmittel ist die Kommunikation durch Berührung und Bewegung.

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Aromatherapie

Der Umgang mit Düften soll immer als eine begleitende Maßnahme verstanden werden und ersetzt keine medizinische Behandlung. Gute Pflegeerlebnisse und Pflegeerfahrungen mit geliebten Düften wirken positiv auf die Motivation, die Stimmung und auf das Seelenleben. Sie erzeugen oft ein Gefühl von Wohlbehagen und Erinnerungen. Hierbei beschränkt sich die Wirkung der ätherischen Öle nicht nur auf die Pflegeempfänger, sondern zeigt auch bei den pflegenden Personen einen positiven Effekt, ebenso wie bei den Besuchern.

Das Ziel der Aromatherapie in der Betreuung und Pflege von Menschen mit der Erkrankung Demenz ist die Erhaltung von Gesundheit und Linderung von Beschwerden mittels natürlichen Duftstoffen und qualitativ hochwertigen Ölen.

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Berührung und Begegnung

Berührungen sind für den Menschen von Geburt an von enormer Wichtigkeit.

Die Sprache der Berührung ist die erste Sprache, die Menschen lernen. Berührungen gehören zu den elementaren Lebenserfahrungen und zu den natürlichsten Fähigkeiten des Menschen.

Menschen in jedem Alter sind auf Berührungen angewiesen. Das bewusste Berühren bedeutet nicht nur mit jemanden körperlich in Kontakt zu treten. Bewusstes Berühren heißt auch, ihn psychisch zu berühren. Eine psychische Berührung erfährt der Mensch, wenn wir mit unserer vollen Aufmerksamkeit und mit all unseren Sinnen bei ihm sind, Zeit haben, einfach präsent sind.

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Komplementäre Angebote

Komplementär Pflegen und Handeln heißt, einen Zustand der Harmonisierung von Geist, Körper, Seele und Emotion anzustreben (Auszug aus dem Kräuterkonzept).

Mit dem Kräutereinsatz, der Aromapflege und der Anwendung von alternativen Maßnahmen in der Pflege wollen wir ein ganzheitliches pflegerisches Angebot stellen, um die Selbstheilungskräfte der uns anvertrauten BewohnerInnen zu mobilisieren und die Gesundheit zu fördern.

Komplementäre Angebote:

- Ätherische Öle

- Kräuter als Badezusätze

- Waschzusätze für Körperpflege

- Tees

- Wickel/Umschläge

- Raumbeduftung

- Badezusätze

- Obstipationsprophylaxe

Die alternativen Maßnahmen in der Pflege ersetzen keine medizinische Behandlung, sondern sind immer als begleitende Maßnahme zu verstehen. Wir bieten eine hausinterne Serie von Pflegeprodukten an, die in Zusammenarbeit mit der Apotheke St. Peter/Au, in Absprache mit dem Arzt des Hauses, einer ausgebildeten Kräuterpädagogin des Pflegeteams und Pflegepersonen mit Ausbildungen zur Aromapflege entwickelt wurden.

Alle im Kräuterkonzept erwähnten Anwendungsmöglichkeiten können in der Palliativ Care und Pflege bei Menschen mit der Erkrankung Demenz unter Beachtung der individuellen Bedürfnisse angewendet werden.

Der direkte Kontakt von der Hand des einen Menschen zum Körper des anderen ist die älteste Form der Kommunikation.

Bei der Anwendung von Massagen, Einreibungen, Wickel, Umschlägen, Waschzusätzen, Badezusätzen uvm. wird Aufmerksamkeit und Zuwendung gegeben. Verstärkt wird die positive Wirkung durch verschiedene Duftstoffe, die zum Wohlbefinden und zur gesundheitlichen Förderung der uns anvertrauten BewohnerInnen im Haus beitragen.

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Erinnerungsarbeit

In der Begleitung von Menschen nehmen Erinnerungen eine zentrale Rolle ein. Sie ermöglichen eine Abrundung der Lebensgeschichte und steigern das subjektive Wohlbefinden. Dieser Stellenwert ist in unserem Konzept zur Erinnerungsarbeit abgebildet.

Die Methodik der Erinnerungsarbeit kann sowohl in Einzelarbeit als auch in Gruppen durchgeführt werden. Der eingesetzte Erinnerungskoffer ist mit Gegenständen bestückt, die das Gedächtnis ansprechen und Erfahrungen und Erinnerungen aus der Vergangenheit wieder beleben.

In der Umsetzung der Methodik unterstützt der Erinnerungskoffer die biographische  Arbeit und kann von allen pflegenden und betreuenden MitarbeiterInnen angewendet werden. Dieser ist gefüllt mit Gegenständen aus der Kindheit, der Jugendzeit und der aktiven Arbeitszeit.

Beim Umgang mit der Lebensgeschichte stehen die positiven Erlebnisse im Vordergrund. Viele Menschen tragen unverarbeitete Erinnerungen mit sich.

Erinnerungsarbeit soll nicht nur vergangenheitsorientiert sein, sondern einen Beitrag zur Bewältigung und Gestaltung der Gegenwart leisten. Dies bedeutet, sich ein Stück näher zu kommen, die verbliebenen Ressourcen zu fördern, sich an Vergangenes und weit Zurückliegendes zu erinnern.

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Validation

Validation ist eine im Validationskonzept schriftlich dargestellte Kommunikationsmethode und Haltung, um mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind, wertschätzend in Kontakt zu treten.

Validation in der Pflege und besonders im Umgang mit Demenzkranken bedeutet für uns, die Äußerungen, Handlungen und Sichtweisen des Menschen mit Demenz gelten lassen, für gültig erklären, nicht korrigieren oder an unserer Realität überprüfen. Der Erkrankte wird von uns in seiner Erlebenswelt ernst genommen, wertgeschätzt und akzeptiert. Die Methode der Validation bei Demenz geht davon aus, dass die Gefühle der BewohnerInnen auf der Basis deren Erlebenswelt, eben dieser Realität, angemessen und logisch sind. Durch Validation in der Pflege soll den BewohnerInnen Sicherheit, ein Gefühl des Akteptiertwerdens, persönliche Identität, Zugehörigkeit, Kontakt und emotionale Beziehung vermittelt werden.

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Humor

Wer behauptet, Humor und Lachen hätten in unserer Einrichtung nichts verloren, ist auf dem Holzweg!

Humor erlaubt uns einen anderen Blickwinkel auf Dinge, die sonst Angst oder Verunsicherung machen. Humor ist ein menschliches Phänomen, das sich trotz Gesundheitsbeeinträchtigungen und Behinderungen durch alle Lebensphasen hindurch zieht. Er bietet für die BewoherInnen, aber auch dem Betreuungspersonal eine Möglichkeit Angst und Ärger abzubauen, die Realität aus einer gewissen Distanz zu betrachten!

Verständnis und Haltung sind Grundwerte die über Qualität entscheiden und bilden eine stabile Basis bei den Betreuungspersonen und zwar in der Form, dass sie die Betroffenen wahrnehmen und sich in verschiedenen Formen dem Betroffenen gegenüber mitteilen und ausdrücken können.

Da uns Humor sehr wichtig ist, wurden zwei Mitarbeiterinnen zu Humorberaterinnen ausgebildet.

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Praxisanleitung

Schüler und Praktikanten

Entscheidet sich ein Schüler für ein Praktikum in unserem Haus, bekommen wir für diesen festgelegten Zeitraum ein neues Teammitglied, dessen berufliche und auch zum Teil persönliche Entwicklung von uns auf die eine oder andere Art beeinflusst werden kann. Uns ist die effektive Anleitung und in weiterer Folge auch die Begleitung von Schülern durch das Praktikum wichtig. Dies fordert sehr viel Motivation und Flexibilität seitens des Pflegepersonals und ebenso Lernbereitschaft und Anpassungsfähigkeit des jeweiligen Schülers/Praktikanten.

Wir schaffen in unserer Einrichtung durch eine ausgebildete Praxisanleiterin (eine weitere Mitarbeiterin ist derzeit in Ausbildung) ein neues Bewusstsein unter den MitarbeiterInnen für den Stellenwert der Auszubildenden und für die Einführung des Praktikums und wollen damit gleichzeitig die Qualität der Praktika sichern.

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